Spielwarenmesse 2019 in Nürnberg

 

Mit einer knappen Stunde Verspätung bin ich am vergangenen Freitag bei der Spielzeugmesse angekommen – die Enteisung des Flugzeuges nahm mehr Zeit in Anspruch als geplant.

 

Dank des zuvor gekauften e-Tickets musste ich mich aber nicht anstellen, sondern konnte das Messegelände über die „Fast-Lane“ direkt betreten. (Das Tagesticktet kostete 19,-- Euro)

 

Insgesamt 12 Hallen mit verschiedenen Themenschwerpunkten warteten darauf besucht zu werden. Wo fängt man da bloß an? Mit Hallenplan bewaffnet habe ich mich durch ALLE Hallen gearbeitet. Und ich gebe zu – zwischendurch habe ich mehr als einmal die Orientierung verloren. Die Damen eines Service-Punktes haben gelacht und mich getröstet; das ginge vielen Besuchern, insbesondere denen, die das erste Mal vor Ort seien, so. Ein Stück Frust-Schokolade und weiter ging´s. Schoki bzw. Bonbons gab es an jedem dritten Stand. Fatal für einen Zucker-Junkie wie mich. 😉

 

Bei insgesamt 2.902 Ausstellern, konnte ich nicht allen Ständen die nötige Aufmerksamkeit widmen. Besonders interessant waren für mich natürlich die Puppen und Plüschtiere sowie Baby- und Kleinkindartikel. Aber es gab sooo viel mehr zu sehen. Holzspielzeug, edukatives Spielzeug, elektronisches Spielzeug, Dekorationsartikel, usw. usf. Was mir besonders aufgefallen ist, waren die Hersteller von Spielzeug aus nachhaltigen Materialien – z.B. Bausteine aus Zuckermolekülen (Nein, die lösen sich nicht bei Berührung mit Wasser auf 😉).

 

Ich habe wunderschöne Sachen gesehen, Dinge, die ich gerne gleich eingepackt hätte, aber auch furchtbaren Plastik-„Müll“ (sorry) und Spielzeug, das auf keinen Fall konform mit der Spielzeugrichtlinie war. Letzteres soll keine Seltenheit sein, da auf der Messe aber auch Prototypen ausgestellt werden, hat man wohl keine Handhabe dagegen.

 

Kaufen (und Mitnehmen) kann man dort Nichts, wohl aber Geschäftsabschlüsse der Einkäufer beobachten. Auch der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) sowie diverse Prüfinstitute waren zugegen, sodass bestehende Kontakte gepflegt bzw. neue aufgenommen werden konnten.

 

Einzelne Aussteller waren nicht für alle Besucher zugänglich (z.B. LEGO, Playmobil). Dort gab es wirklich nur Einlass für geladene Gäste.

 

Das Fotografier-Verbot wurde nicht ganz so ernst genommen. Lediglich bei Produkten, die noch nicht im Handel sind, galt ein strenges Verbot.

 

Die Stimmung war insgesamt positiv und trotz der Vielzahl der Besucher musste man nicht drängeln.

 

Mein Fazit: Es war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, obwohl mir am Abend die Füße wirklich weh taten. Wer in der Nähe wohnt, sollte die Möglichkeit eines Besuches wahrnehmen. Zielführender ist es wahrscheinlich, wenn man sich auf die Aussteller konzentriert, die für das eigene Gewerbe interessant sind. Mit der App der Spielzeugmesse kann man sich diese Aussteller speichern und bekommt dann den jeweiligen Standort angezeigt. Auch Termine und Veranstaltungen lassen sich in der App speichern.  

 

Ach ja: mein Logo-Püppchen „Haigo“ war mit von der Partie und hat als Wassertier das Fliegen erstaunlich gut vertragen. 😉